Du hast das Gefühl, ständig zu funktionieren, aber nicht wirklich zu leben? Du arbeitest, planst und optimierst. Und trotzdem bleibt dieses leise Unbehagen. Das TAO hat dafür keine Übung, kein Programm, kein Ziel. Nur eine simple Einladung: Hör auf zu kämpfen.
TAO bedeutet schlicht: Der Weg. Nicht meinen Karriereweg, nicht ein vorgeschriebener Lebensplan, sondern der natürliche Fluss des Lebens selbst. Die alten chinesischen Texte sagen: Wasser fließt nicht bergauf. Es sucht sich den Weg des geringsten Widerstands. Und es kommt trotzdem ans Ziel. Das TAO lädt uns ein, es dem Wasser gleichzutun und absolute Ehrlichkeit zu mir selbst.
Die meisten von uns wurden darauf trainiert: „Mehr Anstrengung führt zu mehr Erfolg“. Doch was, wenn das nur bis zu einem bestimmten Punkt stimmt? Das TAO beschreibt eine häufige menschliche Eigenschaft: Ich hafte an. Je mehr ich krampfhaft festhalten, desto mehr entgleiten mir die Dinge und der Gegendruck steigt. Das gilt für Beziehungen, für Ideen, oder für das eigene Wohlbefinden. Loslassen ist keine Schwäche. Es ist immer die mutigste Entscheidung.
Im Taoismus gibt es einen Begriff dafür: Wu Wei. Wörtlich „Nicht-Handeln“ — aber gemeint ist etwas Subtileres. Mal angenommen ich habe eine Zimmerpflanze, die ich hege und pflege, aber sie will einfach nicht gedeien. Egal wie ich mich anstrenge, sie bleibt einfach kümmerlich. Irgend wann gebe ich auf und werfe sie auf den Kompost im Garten. Wenn ich nach ein paar Wochen mal wieder am Kompost vorbei komme, dann treibt sie plötzlich aus und blüht sogar. Genau so beschreibt das TAO das Leben. Das Beste entsteht nicht durch Willenskraft, sondern im Loslassen.
So eine Haltung stellt sich oft nicht sofort ein. Es ist ein Prozess der persönlichen Umkonditionierung und das braucht Zeit. Außerdem ist es ungemein hilfreich alle im Weg stehenden belastenden Emotionen durch bedingungsloses Akzeptieren und Annehmen zu neutralisieren. Dabei kann die Klopfakupressur MET sehr hilfreich sein. Es ist einer der einfachsten Wege authentisch zu werden und nicht mehr jemand anders sein zu müssen.
Du musst kein Mönch werden. Das TAO ist keine Religion mit Regeln. Es ist eher eine Haltung: Ein tiefes Vertrauen in den Prozess. Bedingungsloses Beobachten, bevor ich reagiere. Je öfter ich mich frage, ob ich gerade gegen etwas ankämpfe, oder es auch fließen lassen könnte, um so stärker ist die Wirkung. Oft steckt hinter dem, was mich erschöpft, gar kein unlösbares Problem, sondern nur unnötiger Widerstand.
Das TAO lässt sich nicht vollständig erklären, dass sagen die Texte selbst. Aber das Gute daran: Man muss es nicht verstehen, um davon zu profitieren. Es reicht, einmal bewusst innezuhalten. Durchzuatmen. Und zu fragen: Muss ich das wirklich erzwingen, oder darf es auch einfach sein?
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Was wie ein alter Hochofen klingt, ist ein ernst zu nehmender Zustand mit zum Teil dramatischen Sympthomen. In der neuen Version der ICD 11 (International Classfication of Disease) der WHO ist Burnout jedoch keine wirkliche Krankheit die diagnostiziert werden kann, sondern ein “Faktor, der den Gesundheitszustand beeinflusst“. Das liegt daran, dass bisher überwiegend ein Zusammenhang mit berufsbedingtem Stress gesehen wurde. Nach heutiger Sichtweise ist es jedoch eher eine außergewöhnliche Belastungssituation, die in allen Bereichen des Lebens auftreten kann.
Die offizielle Beschreibung lautet:
„Burnout ist ein Syndrom, das aus chronischem Stress am Arbeitsplatz hervorgeht, der noch nicht erfolgreich bewältigt wurde.“
1) Gefühle von Energieschwund oder Erschöpfung;
2) erhöhte mentale Distanz zum Beruf oder Gefühle von Negativismus oder Zynismus in Verbindung mit dem Beruf;
3) reduzierte professionelle Effizienz. Burnout bezieht sich spezifisch auf Phänomene im Beschäftigungsumfeld und sollte nicht angewendet werden, um Erfahrungen in anderen Lebensbereichen zu beschreiben.
Burnout hat also Ähnlichkeiten mit eine depressiven Episode und wirkt sich körperlich als auch psychisch auf den Menschen aus. Um es mit einfacheren Worten zu beschreiben, er ist ein gewaltiger Schuss vor den Bug, welcher als Warnung vom Unterbewusstsein gewertet werden kann. Es ist ein Hilfeschrei, sofort etwas an der momentanen Lebenssituation zu ändern, da anscheinend leisere Hinweise, auch körperlicher Art, bisher ignoriert wurden.
Stress ist dabei einer der Hauptfaktoren. Dieser ist von der Natur eigentlich als Ausnahmezustand gedacht und sollte zur Flucht oder Kampf dem Überleben dienen. Nach dem Überleben, ist eine Erholungs und Entspannungsphase wichtig um wieder ins Gleichgewicht zurück zu finden. Leider ist unser gellschaftliches Leistungsdenken an der Stelle noch nicht angekommen, so das eine Erholungsphase entweder nicht ausreichend stattfindet, oder ganz ausbleibt. Technik, die uns eigentlich Abeit abnehmen sollte, scheint nur noch mehr unserer Aufmerksamkeit in Beschlag zu nehmen und läst viele bis zur totalen Erschöpfung immer weiter machen. In Japan gibt es sogar ein eigenes Wort dafür [Karōshi] (jap. 過労死, Tod durch Überarbeiten).
So weit muss es natürlich nicht kommen. Es zeigt jedoch wie stark gesellschaftliche Normen und familäre Vorbelastungen mich treiben können. Wenn meine Beschäftigung zentraler Mittelpunkt meines Lebens wird und ich alle Wahnsignale unterdrücke, dann ist das ein Zeichen, das hier ein Programm läuft, welches eventuell schon seit Generationen in meiner Familie weiter gegeben wurde. Familien Karma genannte Verhaltensweisen, die ihren Ursprung in einem Trauma haben, welches immer ein unausgesprochenes Tabu war. Ein Ausbrechen aus dieser Familiendynamik wird als innerer Verrat aufgefasst, auch wenn ich mich innerlich bereits von meiner Familie distanziert habe.
Familen Bande sind jedoch überaus stark und halten mich manch mal gefangen in meinen Handlungen, ohne das es mir bewusst ist. Das geht in Extremen auch mal bis zum Tod, weil in der Situation keine Alternative erkannt wird, ohne einen vermeindlichen Verrat an der Familie zu begehen.
Genau genommen, ist ein Burnout ein Schutzmechanismur meines Unterbewusstsein, um dieses Spiel nicht bis zum persönlichen Untergang zu spielen. Durch radikales einstellen aller funktionalen Fähigkeiten, wie z. B. Antrieb und Denkvermögen wird mir einfach der energetische Stecker gezogen und ich bin kaum noch zu Handlungen in der Lage. Es treten Sympthome einer depressiven Episode auf, so das ich gezwungen bin von heute auf morgen mein Leben radikal zu ändern.
Was als eine absolute Katastrophe wahrgenommen wird, birgt bei genauerer Betrachtung auch eine Chance zum Neuanfang. Ohne Hilfe, ist das jedoch ein beschwehrlicher Weg. Die berufliche Passion fallen zu lassen und meinen Lebenzweck neu zu definieren, birgt auch Ängste, die bewältigt werden müssen. Mit Achtsamkeit, Angstbewältigung und systemischer Behandlungstechniken kann ich wieder eine gesunde Ballace in mein Leben bringen und meine Konditionierungen neu ausrichten.
Am Ende werde ich feststellen, dass alles nur in meinem Kopf passiert.
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